Virtuosität von zwei tollen Duos

02. April 2014  —  JG

MOZART MATINEE

Mozart war in der Matinee der Mozart Gesellschaft gestern nur mit seiner ersten Sinfonie vertreten, obwohl der Salzburger am morgigen Dienstag Geburtstag hat. Dafür stellten sich zwei sehr gute Stipendiaten vor.

Der 22-jährige Cellist Kian Soltani ist gerade auch in die Anne-Sophie Mutter Stiftung aufgenommen worden. Mit Geigerin Mayu Kishima, Stipendiatin 2012, spielte er das Doppelkonzert. Einen wachen Blick für das Spiel seiner Partnerin und der Jungen Philharmonie Köln hatte der Cellist. Und einen Ton, so stark wie ein Bär. Trotzdem harmonisierte der sehr gut mit dem eleganten Ton der Geigerin. Eine Canzonetta von Glière hatte das Duo als Zugabe vorbereitet.

Einen ungarischen Schwerpunkt hatte das sehr lange Programm. Bei Kodalys „Tänze aus Galánta“ und der zweiten Ungarischen Rhapsodie von Liszt gab die halbe Hundertschaft viel Schwung. Den hätte man sich auch in Stokowskis Bearbeitung von Bachs d-Moll-Orgel-Toccata gewünscht. Da ließ Dirigent Volker Hartung das Orchester in gedehntem Tempo die Musik fast buchstabieren. Und man hatte zwischendurch, wenn im Orchester nicht alles präzise zusammenlief, oft den Eindruck, dass dies eine Generalprobe für das Konzert am Abend in der Philharmonie Köln war. Die beiden Solisten des Köln-Konzerts, Panflötist Ion Malcoci und Cymbal-Spieler Andrei Pavlinciuc kamen zur virtuosen Zugabe auch noch auf die Bühne.


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