Vier Stipendiaten machten dem Publikum viel Spaß

27. April 2015  —  Ruhr Nachrichten

Matinee der Mozart Gesellschaft

Das hat es noch nie gegeben bei der Mozart Gesellschaft im Konzerthaus: Vier Stipendiaten aus den Jahren 2008, 2013, 2014 und 2015 spielten gestern zusammen mit dem Orchester – und hatten dabei genau so viel Spaß wie das Publikum bei diesem Saisonfinale des Vereins im ausverkauften Haus.

Klarinettist Sebastian Manz (Stipendiat 2008) und danach „Junger Wilder“ des Konzerthauses, übernahm in Mozarts „Sinfonia concertante“ die Führungsrolle im Solistenquartett und auch die des Mittelmanns zu Dirigent Ola Rudner. Und Manz vermittelte – ebenso wie Oboist Ramón Ortega Quero (Stipendiat 2013) den beiden jüngeren Musikern auch viel Spaß an der Musik. Um einen Solooboisten mit einem so sanglichen Ton wie Quero kann man das BR-Orcheste, wo er spielt, nur beneiden. Und das SWR-Orchester um seinen ebenso tollen Soloklarinettisten Sebastian Manz.

Die Abstimmung mit Hornist Marc Gruber (Stipendiat 2014) und dem jungen Fagottisten Theo Plath (Stipendiat 2015) war perfekt. Als Zugabe dankten die vier Musiker mit einem Arrangement eines französischen Till Eulenspiegel von Francaix, das eigentlich für vier Saxofone komponiert ist.

Begeisternd war an diesem Vormittag auch die württembergische Philharmonie Reutlingen, die in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen feiert. Seit 2008 ist der Schwede Ola Rudner ihr Chef.

Kernig und kraftvoll

Haydns „Trauersinfonie“ spielten die 36 Musiker auch dynamisch differenziert. Trauerflor trägt in der Sinfonie, die eine von wenigen ohne Pauken ist, aber nur der zweite Satz.

In Beethovens achter Sinfonie am Schluss entlockte der Redner den dann 52 Musikern kernige, kraftvolle Klänge. Energievoll klang das Werk, das die neunte Sinfonie am Schluss schon vorausahnen lässt. Als Zugabe gab’s ein Quiz für’s Publikum mit Beethovens „Geschöpfen des Prometheus.“


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