Mozart mit jugendlicher Frische

11. April 2016

Vokalmusik war in den Matineen der Mozart Gesellschaft immer ein Stiefkind. In dieser Saison gibt es nun mit Lavinia Dames eine Stipendiatin, die Sängerin ist. Und deshalb standen gestern in der letzten Matinee der Saison im Konzerthaus drei Vokalwerke von Mozart auf dem Programm. Den Saisonabschluss (vor dem Jubiläumskonzert am 22. Mai) gestalteten bis auf die Stipendiatin, die Ensemblemitglied der Rheinoper in Düsseldorf ist, und Dirigent Martin Haselböck ausschließlich Dortmunder Kräfte. Neben den Dortmunder Philharmonikern war dies der Jugendkonzertchor der Chorakademie. Und es war imposant, wie präzise und kraftvoll die 52, erst 13- bis 19-jährigen, Sängerinnen und Sänger die „Krönungsmesse“ von Mozart sangen. Und auch drei der vier Solistenpartien meisterten die Jugendlichen souverän; Lavinia Dames nahm ihre Stimme da sehr gut zurück, um sich in das Solistenquartett einzufügen. Noch etwas schwarz klang die jugendliche, frische Stimme der Stipendiatin zu Beginn in der ergänzten Konzertarie „Schon lacht der holde Frühling“. Sicher führte die 25-Jährige ihren Sopran dann aber durch die Koloraturen der Motette „Exsultate, jubilate“. Mit der kleinen g-Moll Sinfonie von Mozart ergänzten die Philharmoniker das Programm. Nur 23 Streicher hatte Haselböck da (ohne Taktstock) zu dirigieren. Sicher hätte er als Spezialist für historische Aufführungspraxis von Mozart gerne noch mehr Feuer von alten Instrumenten gehört, aber farbig klang die Sinfonie dennoch. Ruhr Nachrichten JG


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