Ruhr Nachrichten Presse Mozart Matinee 16. Januar 2020

Montag, 17. Februar 2020

Ruhr Nachrichten Presse Mozart Matinee 16. Januar 2020

Heimspiel in der Mozart Matinee

Dortmunder Cellistin stellte sich als Stipendiatin im Konzerthaus vor
Nur vier der bislang 161 Stipendiaten der Mozart Gesellschaft waren in den vergangenen 64 Jahren Dortmunder.
Cellistin Anouchka Hack ist nach Cellist Claudius Popp (2002), Organist Torsten Wille (2005), Harfinistin Liv Inger Hansen (2009) und Klarinettist Nemorino Scheliga (2014) die fünfte.
Am Sonntag stellte sich die 23-Jährige in der vorletzten Matinee der Saison im Konzerthaus vor. Einen wunderbar grazilen, fein ausgeformten Ton hat Anouchka Hack, für die als Tochter eines Cellisten der Dortmunder Philharmoniker Cellomusik Muttermilch war. Haydns D-Dur-Cellokonzert klang in ihrer sehr musikalischen, ausdrucksstarken Interpretation selbst im Finalsatz nie übermütig und gehetzt, sondern lebte von großer Sorgfalt.
Die nur 19 Musiker der „Zagreb Soloists“ ließen der Stipendiatin viel Raum, ihren silbrigen Celloklang zu entfalten. Und am Schluss des ersten Satzes zeigte Anouchka Hack auch, dass sie mit viel Kraft und Bravour spielen kann.
In der Zugabe, dem katalanischen Volkslied „Gesang der Vögel“, hörte man besonders gut, was für einen schönen, sanglichen, weichen Celloton die junge Dortmunderin hat, die jetzt in Berlin studiert.
Die Haydn-Sinfonie zuvor hatte Durchhänger, und nach der Pause spielten die Zagreber Mozarts „Londronische Machtmusik“. Von einem sauberen Streicherklang war das Ensemble in dem Divertimento aber weit entfernt. *JG


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