Presserezension MOZART MATINEE 4. Oktober 2020

06. Oktober 2020

Ruhr Nachrichten 6. Oktober 2020
Jungstar eröffnet die Mozart-Saison
Sophie Wang war die Solistin in der ersten Matinee der Mozart Gesellschaft

 

Es ist eine schöne Tradition der Mozart Gesellschaft, die Saison mit Stipendiaten aus den Vorjahren zu eröffnen. Mit der Geigerin Sophie Wang, Stipendiatin im Jahr 2017, hat der Verein nicht nur eine blutjunge (erst 21 Jahre alte) Musikerin an sich gebunden, sondern auch eine hochtalentierte.
Am Sonntag spielte die Taiwanesin in der ersten Mozart Matinee im Konzerthaus das Violinkonzert, das wir ohne Corona wahrscheinlich schon ein Dutzend Mal gehört hätten: das von Jubilar Beethoven. Und sie spielte es richtig gut: mit Silberton, sehr linear und mit viel Ruhe im ersten Satz, romantisch und vorsichtig ertastend im Larghetto und mit viel Energie im Rondo-Finale.

Sophie Wang stellt sich als eine sanfte Virtuosin vor – und als Musikerin, die für ihr junges Alter schon sehr intelligent gestaltet. Die Duisburger Philharmoniker unter Leitung des belgischen Gastdirigenten David Reiland waren ihr ein guter Partner, der aufmerksam begleitete.
Nur ein kurzes Mozart-Werk, die Ouvertüre zur Oper „Titus“, stand diesmal auf dem Programm. Die wirkte – bei dem Abstand zwischen den Musikern – an den lauten Stellen überzeugender als an den leisen. Dafür machte die erste Sinfonie von Bizet nach der Pause viel Spaß, weil sie spritzig klang, mit Kraft und Eleganz musiziert war und am Schluss gestochen klar in rasantem Tempo gespielt war. *Julia Gaß


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