70 Jahre Mozart Gesellschaft Dortmund – Ein großartiges Fest der Freundschaft
Glanzvolle Festmatinee im Konzerthaus Dortmund: Die Mozart Gesellschaft Dortmund feierte Geburtstag mit einem Orchester der jungen Talente.
Das Bundesjugendorchester war unter Leitung der Estin Anu Tali ein exzellenter Begleiter und es setzte dann in Mendelssohns „Athila”-Ouvertüre und Strawinskys „Feuervogel” auch eigene Akzente. Nach den Holzbläsern im Violinkonzert glänzten in „Athila” überragende Blechbläser. Und im farbig herausgespielten „Feuervogel” zeigten die Streicher eindrucksvoll, mit wie viel Kraft und Energie sie spielen können. Den „Märchenhaften Garten” aus Ravels „Mutter Gans” gab’s als Zugabe. Märchenhaft schön gespielt.
Viel lokale Musiker-Prominenz feierte mit, auch der Dortmunder Oberbürgermeister Alexander Kalouti gratulierte und dankte für „gesellschaftliches Engagement” und ein „fantastisches Beispiel für modernes Bürgertum”. „Engagement für Exzellenzkultur – in der Kultur, im Handwerk oder in der Wissenschaft – bringt uns als Stadt voran”, sagte Kalouti.
Mit einem viertelstündigen, neuen Imagefilm hat der Verein, der sich, die Stipendien und Konzerte ohne öffentliche Gelder finanziert, die Matinee eröffnet. Der Film würdigt auch „70 Jahre Freundschaft”, wie es Pianist Matthias Kirschnereit, Stipendiat 1987, formulierte.
Das Konzertprogramm kam dann ganz ohne Mozart aus, aber Mendelssohn war als Mozart der Romantik vertreten. Stephen Waarts spielte das Violinkonzert mit einem wunderschönen Ton, viel Ausdruck, Seele und Gefühl. Eine zarte Süße gab er dem ersten Satz, in großen Bögen entwickelte er Zauberklänge im Andante, und die Virtuosität des Finalsatzes spielte er mit größter Sorgfalt überlegen aus. Mit einem Tanz des Franzosen Guillemain dankte der 29-Jährige als Zugabe.
Mehr junge Klassik-Talente haben im Konzerthaus Dortmund noch nie gemeinsam auf der Bühne gesessen: Die Mozart Gesellschaft Dortmund hat am Sonntag mit einer glanzvollen, umjubelten Matinee ihr 70-jähriges Bestehen gefeiert.
Zu Gast war das Bundesjugendorchester, dessen Mitglieder (zwischen 14 und 19 Jahre jung) Stars von morgen sind. Und gespielt hat das Orchester zum Abschluss seiner einwöchigen Tournee nicht schlechter als manche Profi-Orchester, die zu Gast waren.